Serviettenknödel – Basisrezept

140803_serviettenknoedel_11Wer diesen Blog schon länger verfolgt, weiß vielleicht von meiner Abneigung gegenüber Klößen. Diese wabbelige Konsistenz…. puh, das kann ich einfach nicht essen. Genauso verhält es sich mit Semmel- und Serviettenknödeln. Damit kann man mich jagen. Aaaaaaber: wenn man sie in Scheiben schneidet und in Butter anbrät, finde ich sie wunderbar 🙂

Als der Herr im Haus (der alle Arten von Klößen durchaus gerne isst) letztens also vorschlug, dass wir die zu viel gekauften und nun langsam trocken werdenden Brötchen zu Serviettenknödeln verarbeiten, ergab ich mich meinem Schicksal 😉 und startete die Suche nach einem Rezept. Nein, nach DEM Rezept.
ich habe hier Bücher von mehreren deutschen Köchen und in keinem, ich wiederhole: in KEINEM dieser Bücher gab es ein Rezept für Serviettenknödel. Also ab ins Internet. Ganz ehrlich? Seiten wie Chefkoch & co meide ich, weil ich meist nicht das Gefühl habe den Tausenden von Rezepten vertrauen zu können.
Und dann wurde ich in einem Blog fündig, den ich sogar schon kannte: „Aus meinem Kochtopf“. Danke Peter für das super Rezept. Ich habe es fast unverändert übernommen und es klappte auf Anhieb.

Hier die Schritt für Schritt Bilder. Zum Vergrößern einfach anklicken. 🙂

Zutaten:
600g Brot/Brötchen, gewürfelt
350ml Milch
200g Speck, fein gewürfelt
Öl zum Anbraten
1 große Zwiebel oder zwei kleine, gewürfelt
4 Eier
2 EL getrocknete Petersilie (wenn vorhanden: frische)
Salz und Pfeffer
ca 2 EL weiche Butter zum Einbuttern der Folie

Zubereitung:

1. Milch in einem Topf erhitzen, über die Brötchenwürfel geben und mit einem Teller abdecken.

2. Speck- und Zwiebelwürfel in etwas heißem Öl anschwitzen und zur Knödelmasse geben. Mit den restlichen Zutaten ergänzen und alles gut vermengen. Die Konsistenz sollte so sein, dass die Masse zwar durchaus homogen ist, sich aber noch formen lässt.

3. Nun ein großes Stück Alufolie mit Butter bestreichen und die Hälfte der Knödelmasse darauf geben. Wie auf den Fotos gezeigt zu einer Rolle formen und die Folie wie einen Bonbon zudrehen. Dasselbe mit der zweiten Hälfte der Masse machen.

4. Nun einen großen Topf oder Bräter mit Wasser füllen, zum Kochen bringen und die Knödel-Bonbons ca 25min in siedendem Wasser garen.

5. Anschließend noch warm in Scheiben schneiden und servieren (oder natürlich, wie in meinem Fall, noch in Butter ausbraten).

Guten Appetit!
Eure Irina

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6 Gedanken zu „Serviettenknödel – Basisrezept

  1. Hallo Irina,
    wie kann man nur keine Knödel mögen? Das verstehe ich überhaupt nicht.
    Es gibt übrigens Menschen, die vor dem Einsatz der Alufolie warnen, da die nicht wirklich gesund sei. Ich würde inzwischen deshalb empfehlen zuerst normale Frischhaltefolie zu verwenden. Die Alufolie zusätzlich zur Stabilisierung.

    • Hi Peter,

      wenn Du wüsstest wie oft ich die Frage hier in Oberfranken schon hören „durfte“ 😉

      Mein Mann, der sich im chemischen Bereich ganz gut auskennt, meint, dass mit Alufolie nichts bedrohliches passieren sollte.
      Natürlich habe ich soeben auch google zu dem Thema befragt. Ich finde zwar viele Forenthemen in denen geschrieben wird, dass man aus gesundheitlich Gründen erst in Frischhaltefolie und dann in Alufolie wickelt. Meist steht aber drin was denn an der Alufolie nun gesundheitsgefährdend sein soll. Wie ist es denn dann mit in Folie gegrilltem? Folienkartoffeln, Gemüse etc?
      Und ob sich aus der Frischhaltefolie ungewünschtes rauslöst, ist auch zu hinterfragen.

      Ich würde da ehrlich gesagt am liebsten keine Empfehlung abgeben, da meine Kenntnisse in der Materie dafür bestimmt nicht ausreichen. Das soll jeder für sich entscheiden. 🙂

      Lieben Gruß und danke nochmal für das Rezept,
      Irina

  2. Wenn man Bedenken zur Alu- und/oder Frischhaltefolie hat, kann man auch ein Leinentuch verwenden.
    Und auch Semmelknödel, die ja so im Wasser garen, kann man doch in Scheiben schneiden und ausbacken.
    Dein fertiger „Teller“ sieht jedenfalls zum Reinbeißen gut aus!

    • Hallo Irina,
      von einer österreichischen Köchin habe ich übrigens gelesen:
      „Serviettenknödel werden leider meistens in Folie eingesperrt und können sich nicht entfalten, also nicht aufgehen. Das hat dann mit dem ursprünglichen Serviettenknödel, dessen Masse nur locker in ein Tuch gefüllt wurde nichts zu tun…“
      Vielleicht interessiert Dich das noch?
      Wie bei so vielen Rezepten gibt es auch für die Knödelmasse selber individuelle Tipps und Tricks, Mehl dazu, Muskatnuss, Eischnee unterheben etc.
      Aus eigener Erfahrung weiß ich übrigens auch, dass man sich das Milch erhitzen/zusätzlichen Topf benutzen sparen kann. Die Knödel werden genauso gut, wenn man das Knödelbrot/die Semmeln in kalter Milch einweicht! Es ergibt dadurch keinerlei Unterschied!

  3. Ich liebe ja Knödel in allen aber auch allen Versionen! Ich bin sozusagen ein Knödel-Junkie! Ich wusste gar nicht das Du aus Oberfranken bist 🙂
    Im übrigen kann man auch ganz normale Kartoffelklöße super anbraten, das machen wir oft, wenn was vom Braten und den Klößen was übrig geblieben ist aber keine richtige Portion rauskommen würde. Dann gibt es Bauernpfanne und ich mag sie dann gerne knusprig anbraten 🙂
    Liebe Grüße,
    Sibel

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