Wer mich ein wenig kennt, weiß, dass ich kein wabbeliges Essen mag. Eigentlich ist das sogar untertrieben. Je nachdem was es ist, kann ich es dann wirklich einfach nicht essen. Klöße zum Beispiel. Puh, geht einfach nicht. Und auch viele Nachspeisen, die Gelatine beinhalten, überzeugen mich nicht sonderlich. So kommt es auch, dass ich noch nie Panna Cotta selbst zubereitet hatte. Denn nachdem ich schon öfter mal in verschiedenen Lokalen die Variante mit Gelatine probiert hatte, wusste ich, dass da snicht so meins ist. Als ich aber kürzlich darauf stieß, dass Panna Cotta, die übesetzt „gekochte Sahne“ heißt, im ursprünglichen Original mal genau das, also eben gekochte Sahne, war, wolllte ich es unbedingt mal so ausprobieren. Ein bisschen das Internet befragt und bitte sehr: ein köstlicher Nachtisch war fertig.

Kleiner Zubereitungstipp vorab: Im Rezept ist die Rede davon, dass um mindestens ein Drittel (bei mir war es sogar fast die Hälfte) einreduziert werden muss. Ich habe mir dann eher schwer getan, zu entscheiden, wann es denn soweit ist, denn die Sahne dickt zwar schon etwas ein im Topf, festern wird sie dann aber erst in kaltem Zustand. Meine Lösung: Ich habe den Topf inklusive Sahne gewogen und dann während des Einköchelns einfach ab und an nochmal gewogen. Von den ursprünglichen 500ml Sahne waren bei mir dann am Ende noch ca 270 übrig.
Wer mag, kann am Ende die Temperatur auch leicht nach oben regeln. Dann karamellisiert der Zucker leicht und man hat so Minikaramellpunkte in der Masse.
Zutaten:
Panna Cotta:
500ml Sahne
25g Zucker
1 bis 2 Streifen Zitronenschale (je nach Größe)
1,5 TL Vanillepaste (selbstgemacht oder gekauft*)
Karamellisierte Feigen:
1 EL Butter
1 EL Mascobado*
2 Feigen, in Spalten geschnitten
1 EL Marsala*
1 EL Balsamico

Zubereitung:
1. Zuerst alle Zutaten für die Panna Cotta in einen Topf geben, unter Rühren aufkochen und so lange auf ganz klener Hitze köcheln lassen bis die Masse auf zwei Drittel bis eine Hälfte einreduziert ist. Jetzt noch die Zitronenschale wieder rausnehmen, die Masse auf Gläser verteilen und für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank stellen.
2. Butter in einer Pfanne schmelzen, Zucker dazugeben und schmelzen lassen. Jetzt die Feigenspalten kurz darin karamellisieren und mit Marsala und Balsamico ablöschen. Danach nur noch kurz einköcheln lassen, abkühlen und auf dem Panna Cotta verteilen.
Guten Appetit!
Eure Irina
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Hallo,
Das sieht ja super lecker aus…..bin gerade beim ausprobieren. Woher habt ihr denn die tollen Desertschalen her?
Hallo Hans-Peter,
hoffe es schmeckt Dir/Euch. 🙂
Die Gläser auf den Fotos stammen von der Oma meines Mannes, sind also schon älter. 😉
Viele Grüße,
Irina
Klingt grossartig. Grosses Kompliment auch für die tollen Fotos.
Wie bei vielen Rezepten wird leider nicht angegeben, für wie viele Portionen die Menge gedacht ist. Ich gehe von vier aus. Aber wer weiss… noch ein Punkt: Das Rezept wäre ja ganz einfach ohne die Vanillepaste. Muss das sein?! Geht nicht einfach – wie üblich bei Panna Cotta – mit Vanillestängel direkt in die Masse ?!
Hallo Dave, tut mir leid, ich komme erst jetzt dazu, zu antworten. 😉 Natürlich kann man statt Vanillepaste auch normale Vanillestangen verwenden. Ich hab einfach nur immer Paste da und haben sie daher verwendet. 😉 Portionen gebe ich oft nicht an, weil die persönliche Defintion einer Portionsgröße sehr variieren kann. Man sieht ja, wie viel es insgesamt ist und kann dann für sich definieren, wie viele Portionen das sein sollen. Ich hoffe, das hilft weiter.
Viele Grüße, Irina