Quittengelee {hausgemacht}

Quittengelee
Wahnsinn, wie die Zeit verflogen ist, denn heute ist ja schon der 1. Advent. Wow. Da werden wir heute die erste Kerze anzünden und Plätzchen backen. 🙂 Und auch wenn ich schon die ein oder andere Sorte auf der Festplatte auf Euch warten habe, gibt es heute kein Plätzchenrezept, sondern mein letztes Quittenrezept für dieses Jahr: Quittengelee.
Gestern habe ich in meiner Instagram Story eine Umfrage getsartet, wer denn schon mal Quitten verarbeitet hat und etwa 73% haben mit „Nein“ geantwortet. Das überrascht mich nicht, denn irgendwie sind Quitten nicht so furchtbar bekannt, habe ich den Eindruck. Und das ist echt schade, denn richtig behandelt sind sie wirklich lecker. 🙂
Daher habe ich ja auch heute Rezept Nummer drei in dieser „Quittenwoche“ für Euch. 😀 Übrigens ist die Saison jetzt dann zwar theoretisch um, auf dem Wochenmarkt gab es gernstern aber immer noch einige Quitten zu kaufen. Man kann sie nämlich super lagern (laut Internet bis zu zwei Wochen). Das heißt also, Ihr könnt immer noch das Gelee, den Senf oder den Essig nachmachen. 🙂

Vielleicht ein kleiner Hinweis: wenn die Quitten etwas später geerntet werden oder der Baum zu wenig Wasser hatte, können sie innen etwas braun sein. Das bedeutet aber nicht, dass sie schlecht sind, man kann sie ganz normal bentzen, denn es ist eine rein optische Sache.
Und noch etwa szum Gelee: meins ist etwas trüb, da ich die Quitten durch ein Sieb gepresst habe und so nicht nur Flüssigkeit, sondern auch Mus dabei rauskommt. Wenn Ihr ein ganz klares Gelee haben wollt, müsst Ihr die gekochten Quitten durch ein Mulltuch pressen damit möglichst nur klarer Saft rauskommt. Und zuletzt: Quitten enthalten so viel Pektin, dass es nicht nötig ist, Gelierzucker zu nehmen und man einfach normalen Zucker benutzen kann.

Quittengelee

Zutaten:
für etwa 1,2 kg Quittengelee

1 kg Quitten (ich hatte Apfelquitten)
1l Wasser
600g Zucker
Saft einer Zitrone
2 TL Vanillepaste (selbstgemacht oder gekauft*)

Quittengelee – Zubereitung:

1. Zuerst die Quitten gut waschen (der Flaum muss ab), putzen, würfeln und zusammen mit einem Liter Wasser so lange köcheln bis sie durch sind. Wie lange das genau dauert hängt stark von der Quittensorte, der Reife und der Größe der Stücke ab. 😉

2. Wenn die Quitten durch sind, durch ein feines Sieb pressen. Ich habe dann 1 Liter trüben Quittensaft bekommen. Dieser kommt nun wieder in einen Topf und wie mit Zucker, Zitronensaft und Vanille ergänzt. Jetzt heißt es nur noch aufkochen und dann so lange köcheln bis die Masse anfängt zu gelieren. Nicht wundern, die Farbe wechselt dann langsam von gelb zu rötlich. Um zu sehen, wann es soweit ist, habe ich nach den ersten 20 Minuten alle 5 Minuten eine Gelierprobe gemacht. Dafür einfach einen kleinen Löffel Quittengelee auf einen kleinen Teller geben und erkalten lassen. Dann sieht man ob es schon „fest“ wird. Mein Gelee hatte nach 35 Minuten köcheln die für mich optimale Konsistenz erreicht.

3. Zum Schluss nur noch kochend heiß in sterilisierte Gläser abfüllen und fertig.

Guten Appetit!
Eure Irina

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